Definition
der Grundfunktion des Bewußtseins: Die psychologische Grundfunktion
des Bewußtseins heißt in der Allgemeinen und Integrativen Psychologie
und Psychotherapie
y erleben.
Da wir ganz unterschiedliches y
erleben
können, brauchen wir Unterscheidungen
der verschiedenen Bewußtseinserlebnisse.
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Bemerkung: Im Alltag wird oft nachlässig das Wort "denken"
für Bewußtseinsfunktionen und Bewußtseinsvorgänge
verwendet, was zu zahlreichen Mißverständnissen und Konfusionen
führen kann. Korrekte Fragen nach Bewußtseinsinhalten lauten
in der GIPT z. B.: "Was y
erleben
Sie
jetzt?" Oder: "Was geschieht in Ihnen?"
Im Bewußtsein präsentieren sich die inneren und äußeren
Welten in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Bewußtsein ist
so betrachtet ein vieldimensionaler und außerordentlich komplexer
Projektionsraum des Erlebens. Als allgemein verständliche Bewußtseins-Metaphern
für den Aufbau und die Funktion des Bewußtseins können
die Analogien Projektionsraum, Film, Gemüsetopf dienen, wobei im Gleichnis
"Gemüsetopf" der Topf das Bewußtsein als Gefäß nimmt,
in dem verschiedene "Elemente" ("Gemüse") als hervortretende Bewußtseins-"Figuren"
oder verbundene "Gestalten" (z. B. Gedanken, Gefühle, Wahrnehmungen,
Vorstellungen, Phantasien, Erinnerungen, Wünsche, Bedürfnisse,
Ziele, Pläne, Erfahrungen usw.) erlebt und - nicht immer, aber oft
- auch unterschieden werden können.
Das Bewußtsein nimmt als häufigste und allgemein bekannteste
Zustandsformen die beiden Haupt-Zustände Wachen und
Schlafen
an. Wie jeder aus eigenem Erleben weiß, gibt es hier zahlreiche Übergänge.
Ein Oszillations-Ring-Modell
der Bewußtseinsvorgänge: Analogien und Metaphern
"Ist" Bewußtsein nur
ein Epi- oder Restphänomen ohne richtige psychologische Bedeutung
oder hat es einen tiefen biopsychologischen Sinn? Die einfachste und etwas
saloppe Kennzeichnung für Bewußtsein ist: wahrnehmen der
Bewußtseinsinhalte
(empfinden, spüren, wahrnehmen [riechen, sehen, hören, schmecken,
spüren, Temperatur, Lage, Bewegung, Gleichgewicht, ...], fühlen,
erinnern, wissen, denken, vorstellen,
phantasieren, brauchen, bedürfen, mögen, wollen, verhalten, handeln,
...).
Pilot-Autopilot-Analogie
Am schnellsten bekommt man einen Zugang zu der bedeutungsvollen Interpretation
über die Analogie Pilot und Autopilot im Cockpit eines Flugzeuges.
Es gibt in diesem Modell zwei Hauptlenkungssysteme: das bewuße (Pilot)
und das nichtbewußte (Autopilot) Lenkungssystem, wobei das Notfallsystem
als ein Untersystem des Autopilotsystems gedacht wird. Es gibt wahrscheinlich
kaum einen Zweifel daran, daß das Pilot-System die Möglichkeiten
des Auto-Pilotsystems erweitert. Und genau darin könnte ein wichtiges
Teilstück der Willensfreiheit bestehen. Ein Teilsystem der Willensfreiheit
steckt in der Bewußtseinssupervision.
Aber auch die Evolution wird durch Hinzugewinnung von Freiheitsgraden und
damit einer besseren Anpassung unterstützt.

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Verstärkende-Projektor-Analogie
Bewußtsein wirkt wie ein Verstärker und Projektor des inneren
Erlebens, das bewußtseinsfähig ist und kann durch das Bewußtwerden
bearbeitet und verändert werden. Lebewesen mit Bewußtsein können
sich selbst beeinflussen. Mit dem Bewußtsein werden neue Freiheitsgrade
als Selbstbeeinflussungsmöglichkeiten geschaffen.
Rückkopplung durch
Spiegelung
Sieht man sich, fällt einem womöglich dieses oder jenes angenehm
oder unangenehm auf. D.h. durch das bloße Sichtbar- oder Deutlichwerden
können Veränderungen in uns angeregt werden. Diese Erfahrung
kann man zu einem Selbstreflexionsprinzip entwickeln, indem man seine Aufmerksamkeit
öfter auf sich selbst richtet und "ansieht". Dieses Ansehen ist eine
Art Selbstkonfrontation. Spiegeln mit Hilfe des Bewußtseins führt
so gesehen zu einer Rückkopplung und Veränderung.
Das
Modell einer Kausalkette
ist wahrscheinlich nicht sinnvoll
Ketten haben einen Anfang und ein Ende und die Glieder sind stetig
miteinander verbunden. Ein Vorgängerglied wird als Ursache für
das Nachfolgerglied gedeutet. Wählt man als Modell einen Kreis oder
einen Ring, kann jedes Teil Anfang oder Ende sein. In solch einem Modell
ist man das Problem einen festen Anfangs oder Endes los. Aber auch das
Ketten-Modell erlaubt einige interessante Überlegungen. Wenn eine
Kausalsequenz zu Ende geht, ist Raum für eine neue. Wie kommt nun
die Einrichtung einer neuen Kausalsequenz zustande?
Glossar, Anmerkungen
und Endnoten
GIPT= General
and Integrative
Psychotherapy, internationale Bezeichnung
für Allgemeine und Integrative Psychotherapie.
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Abwehr, Abwehrmechanismen.
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Abspaltung.
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Abwesend (Geistesabwesenheit).
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Amnesie.
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Anfall.
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Aufmerksam, Aufmerksamkeit.
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Aufwachen.
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Aura.
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Benommen, Benommenheit.
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Bewusst, Bewusstheit.
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Bewusstsein.
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Bewusstseinseinengung.
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Bewusstseinslenkung.
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Bewusstseinsspaltung.
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Bewusstseinsspanne.
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Bewusstseinsstrom.
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Bewußtseinssupervision.
Daß es so etwas wie Bewußtseinssupervision gibt erhellt folgende
einfache Alltagserfahrung: Ich will etwas einkaufen, sagen wir Milch und
Kaffe. Ich begebe mich auf den Weg und denke nicht mehr an die beiden Güter.
Ich treffe diesen und jenen, schaue da und dort hin, denke dieses und jenes.
Nach 10 Minuten bin ich am Einkaufsziel, und auf einmal ist
wieder in meinem Bewußtsein: du wolltest Milch und Kaffe kaufen.
Dieses Einfallen zum rechten Zeitpunkt ist das Werk der Organisation, die
hier Bewußtseinssupervision genannt wird.
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Bewusstseinstrübung.
Benommenheit, Grade: Somnolenz < Sopor < Koma I < Koma II <
Koma III < Koma IV.
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Bewusstseinszustand. Das Bewusstsein
kann verschiedene Grundzustände annehmen.
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Bewusstlos.
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Dämmerzustand.
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Delirium.
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Dissoziation.
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Dösen.
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Erleben.
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Erlebens-, Erlebnisstrom.
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Erregung.
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Exstase.
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Fokussieren.
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Gedanken.
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Gedankenabreißen.
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Halluzination. Wahrnehmungstäuschung
(Fehlleitung, "Fehlzündung" im Gehirn). Erleben einer Wahrnehmung
von Realcharakter ohne übliche (äußere) Wahrnehmungsquelle.
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Hellsehen. Im allgemeinen nicht als
besonderer Zustand des Bewusstseins gemeint, sondern die Annahme oder Behauptung
einer paranormalen Fähigkeit, nämlich die Zukunft vorhersehen
zu können.
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Hellsichtig.
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Hypnoid.
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Hysterie. Vielfältig schillerender,
bedeutungswechselnder, historisch vorbelasteter und wissenschaftlich unbrauchbarer
Begriff, der Bleuler
scharfes Wort vom autistisch undisziplinierenden Denken in der Medizin
bestätigt und zeigt, wie sehr es in der Heilkunde an Definitionsqualität
mangelt. Historisch umfassend informiert Engels, gegenwartsbezogen-aktuell
Faust.
* Überblick Diagnostik (besonders
WIF)
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Illusion. Täuschung, Irrtum. Im
allgemeinen keine Bewusstseins-, sondern eine kognitive Verarbeitungsstörung
(Deutung, Interpretation), die aber durch Müdigkeit, Übergangszutände
(einschlafen, aufwachen) oder Sonderzustände (Trance) erleichtert
bzw. gefördert werden kann.
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Katalepsie.
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Kataton, Katatonie.
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Klarheit.
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Kollektives Bewusstsein.
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Koma.
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Konzentration.
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Luzidität. Dimension der Bewusstseins"helligkeit",
also Klarheit, Schärfe.
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Müde, Müdigkeit.
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Mutismus.
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Ohnmacht.
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Oneiroid.
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Schlaf.
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Schläfrig.
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Schlafstörungen.
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Schwindel.
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Somnambul. a) Schlafwandeln. b)
schlafähnlich (Hypnoseschlaf),
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Somnolenz. Erster, leichter Benommenheits-
oder Bewusstseinstrübungsgrad.
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Sopor. Bewusstseinstrübung
(3. Grad).
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Sperrung.
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Stupor.
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Tagtraum.
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Trance.
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Traum.
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Tunnelblick.
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Unbewusstes.
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Verwirrt, Verwirrung.
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Verzückung.
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Vigilanz.
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Vorstellung.
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Wach, Wachheit.
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Wachkomma.
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Wachtraum.
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Zertreut.
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Querverweise
Überblick Psychologie
des Bewußtseins. Literatur- und Linkliste.
Zitierung
Sponsel, R. (1998). Theorie des Bewußtseins
und seiner Zustände in der Allgemeinen und Integrativen Psychotherapie:
GIPT_BeWuTheorie. Internet Publikation für Allgemeine
und Integrative Psychotherapie IP-GIPT. Erlangen: http://www.sgipt.org/gipt/bewu2.htm
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05.10.04 Erweiterung Ein
Oszillations-Ring-Modell der Bewußtseinsvorgänge: Analogien
und Metaphern.
23.05.04 Link zur Organisationsseite
Psychologie des Bewußtseins