Lexika, Wörterbücher und Glossare zur Psychologie
Psychotherapie, Psychopathologie, Neuro-, Geistes- und
Grenzwissenschaften
und verwandte Gebiete mit einer Sammlung der Bedeutung des Psychologiebegriffs
präsentiert von Rudolf Sponsel, Erlangen
Editorial: Lexika und Wörterbücher dienen der Kommunikation
und funktionieren als Wissensspeicher. Sie bilden in gewisser Weise ab
- mit ganz unterschiedlicher Tendenz, Qualität und Güte - , wie
und was gedacht wird, wie der Zeit-Geist, eingebettet in seine kulturelle
Umgebung, die Welt, das Leben und die Menschen konstruieren
und repräsentieren. In neuerem Verständnis ist die Psychologie
die Wissenschaft des Erlebens und Verhaltens, wobei Seele
und Geist einerseits an das Betriebssystem Leib - der beseelte Körper
- und seine Anlagen gebunden ist und andererseits in Wechselwirkung mit
der Umwelt steht, die ihn prägt und beeinflusst, an die er sich einerseits
anpasst und die er andererseits selbst in seinem Wirkungskreis aktiv gestaltet
und beeinflusst. Die Begriffe und ihre Beziehungen (> Denken,
kognitive
Grundfunktionen) können als eine Art Konstruktions-Filter oder
"Brille", durch die die Wirk-lichkeit
betrachtet, erzeugt oder erfunden wird, angesehen werden. Zum Verständnis
sind nicht nur die wissenschaftlich sehr anspruchsvollen Lexika und Wörterbücher
wichtig, sondern ebenso die einfachen, besonderen wie auch fragwürdigen
und grenzwertigen. Deshalb spielen auch Sprache und umgebende Welt eine
nicht minder wichtige Rolle. Die Psychologie ist wie ihr Forschungsgegenstand,
der Mensch und seine Bezugspersonen,
eingebettet in eine Gesellschaft, daher sind nicht nur Biologie und Medizin
sehr wichtige Grundlagenwissenschaften, sondern ebenso Ökologie, Soziologie,
Kultur und Kunst, Wirtschaft und Politik und ganz besonders die Medien,
die das Bild des Menschen von sich, den anderen und seiner Umwelt sehr
beeinflussen (> anthropologische Voraussetzungen
und Menschenbild).
Für die Psychotherapie
ist natürlich von größtem Interesse, wie Menschen sich,
ihre Bezugspersonen und die Welt, in der sie leben, "konstruieren", erleben
und erfahren. So gesehen fehlen unter den Lexika und Wörterbüchern
ganz wichtige, nämlich solche, die alltäglichen und subjektiven
Konstruktionen der Menschen beschreiben. Es fehlt ein Lexikon der Alltagswelterfahrung.
Ergänzungshinweise, Vorschläge und Kritik sind willkommen: sekretariat@sgipt.org.
Der
Psychologiebegriff im historischen Verlauf
Einen weit gespannten historischen Überblick aus philosophischer
Sicht gibt "Eisler" (1904) in seinem berühmten "Wörterbuch der
philosophischen Begriffe" - eine Aktualisierung wurde von Ritter et al.
besorgt - , das inzwischen von der digitalen Bibliothek aufbereitet wurde,
aber auch im Netz (textlog)
zur Verfügung steht.
Psychologie 1904 im Eisler
(Wörterbuch der philosophischen Begriffe)
Psychologie (psychê, logos): Seelenkunde,
Wissenschaft von der Seele (s. d.), von den seelischen, psychischen Tatsachen
und deren Gesetzmäßigkeit. Gegenstand der (empirischen) Psychologie
ist das Psychische (s. d.), d.h. die Gesamtheit der unmittelbaren Erlebnisse,
der Bewußtseinsvorgänge als solcher, in ihrem causalen Zusammenhange
und in ihrer Beziehung zum erlebenden Subject, in ihrer empirischen Unterschiedenheit
von den physischen Phänomenen, ohne Ableitung aus einer hypothetischen
Seele als unbekanntem Träger des Bewußtseins, wohl aber mit
Heranziehung der Einheit des Bewußtseins als Quelle für die
Erklärung des Zusammenhangs der Erlebnisse untereinander. Die Psychologie
hat die complexen psychischen Gebilde (durch psychologische Analyse) in
Momente, Factoren, Elemente zu zerlegen, die psychischen Verbindungen aus
der Vereinigung der Elemente, das Auftreten dieser aus den Verbindungen,
schließlich aus der (causal-activen) Bewußtseinseinheit zu
erklären, wobei sie die Aufstellung psychologischer Gesetze versucht.
Der Tatbestand des Psychischen wird durch entsprechende psychologische
Methoden (s. d.) bearbeitet. Die psychologische Analyse (s. d.) abstrahiert
zwar die Elemente aus dem Bewußtseinsganzen, diese Elemente haben
keine selbständig-concrete Existenz, aber als Momente, Teilmöglichkeiten
sind sie doch im Bewußtseinsganzen enthalten und sie werden durch
die psychologische Abstraction nicht wesentlich qualitativ alteriert, nie
aber eliminiert, während die physikalische Analyse gerade vom Qualitativen
der Erfahrung völlig abstrahiert. Die empirische Psychologie ist eine
selbständige Disciplin, kein Teil der Physiologie (der Naturwissenschaft
überhaupt), auch nicht der Metaphysik. Mit ersterer steht sie durch
die physiologische Psychologie und die Psychophysik (s. d.) in Verbindung,
indem sie das Psychische unter erkenntnistheoretisch-metaphysischen Voraussetzungen
untersucht und deduciert, wird sie philosophische Psychologie als Ergänzung,
Abschluß der empirischen. Die Psychologie ist die allgemeinste Geisteswissenschaft
(s. d.), zugleich eine Basis oder Hülfsquelle der übrigen Geisteswissenschaften,
auch der Philosophie, ohne, wie der extreme Psychologismus (s. d.) glaubt,
selbst schon Philosophie (Erkenntniskritik, Ethik u.s.w.) zu sein, da ihr
das normative, werdende, kritisierende Moment fehlt und da sie, als Specialwissenschaft,
einseitig ist. Die Psychologie gliedert sich in Individualpsychologie und
Völkerpsychologie. Angewandte Psychologie findet sich in der Pädagogik,
Ästhetik, Religionsphilosophie, Sociologie, Psychiatrie u.s.w.
Der Methode nach sind historisch zu unterscheiden: empirische, rationale
oder speculative Psychologie. Dem Standpunkte der Richtung nach: intellectualistische
(s. d.), voluntaristische (s. d.) Psychologie. Vermögens-, Associations-,
Apperceptions- (Actions-)Psychologie. spiritualistische, materialistische,
identitätsphilosophische, monistische, dualistische Psychologie. Psychologie
als Seelentheorie, Psychologie »ohne Seele«. substantialistische,
actualistische Psychologie. Einheits-, atomistische (s. d.) Psychologie.
Psychologie des inneren Sinnes (s. d.), der »inneren« Wahrnehmung,
der unmittelbaren Erfahrung, der functionellen Beziehung (Abhängigkeit,
s. d.).
Der Terminus »Psychologie« ist
erst seit CHR. WOLF gebräuchlich. Früher sagte man dafür
peripsychês, de anima u. dgl. später Pneumatologie (s. d.).
»Psychologia« zuerst bei MELANCHTHON (in dessen Vorlesungen),
GOCLEN (als Titel eines Buches 1590) und CASMANN (Psychol. anthropol. 1594).
Vgl. J. EBERT, Vernunftlehre S. 10.
Die antike Psychologie ist metaphysisch,
Lehre von der Seele (s. d.), forscht nach der Lebenskraft (s. d.), nach
Seelenvermögen (s. d.), hat auch einzelne gute empirische Beobachtungen
(über Empfindung, Wahrnehmung, Gedächtnis u.s.w.). Ansätze
zu einer Psychologie finden sich in den Upanishads, bei HOMER, HESIOD,
den ionischen Naturphilosophen, den Pythagoreern, Eleaten, Atomistikern,
bei HIPPOKRATES (s. Temperament), bei SOKRATES, PLATO (Phaed., Phaedr.,
Tim., Republ.). Das erste System der Psychologie findet sich bei ARISTOTELES
(peri psychês = de anima, peri aisthêseôs, peri mnêmês
kai anamnêseôs, peri hypnou u. a.. vgl. BRENTANO, Psychol.
d. Aristotel.). Bei ihm kommt die Empirie, Beobachtung schon mehr zur Geltung.
Weiteres psychologisches Material bei THEOPHRAST (De sens.), den Stoikern
(vgl. L. STEIN, Psychol. d. Stoa I u. II), Epikureern, Neuplatonikern (vgl.
A. RICHTER, Die Psychol. d. Plotin, Neuplat. Stud.h. IV), bei GALENUS u.
a.
Die patristische Psychologie hat zur Grundlehre
»die Ansicht von der Ewigkeit, Übersinnlichkeit und Freiheit
des menschlichen Geistes« (SIEBECK, G. d. Psychol. II 2, 360). Psychologische
Bemerkungen bei CLEMENS ALEXANDRINUS, GREGOR VON NYSSA (peri psychês),
NEMESIUS (peri physeôs anthrôpou), TERTULLIAN (De anima), besonders
bei AUGUSTINUS (De anima, De quantitate animae, De immortal. an., De libero
arbitr. u. a.). Die scholastische Psychologie leitet das Psychische aus
den Operationen der Seele ab. Man vergleiche: HUGO VON ST. VICTOR (De an.),
ALBERTUS MAGNUS (De natura et immortal. an.), THOMAS (Sum. theol., Opuscul.,
Quaest. disput.), BONAVENTURA (Itinerar. ment.), RAYMUND VON SABUNDE (Viola
animae), SUAREZ (De anima) u. a.
Die Renaissancephilosophie betrachtet besonders
die Seele als Lebenskraft: AGRIPPA, PARACELSUS, J. B. VAN HELMONT, SIMON
PORTA (De anim. 1551) u. a. - Auf Aristoteles stützen sich teilweise
ZABARELLA (De anima), MELANCHTHON (Commentar. de anima), GOCLEN Psychologia),
CASMANN (Psychol. anthropol.). - Selbständiger ist L. VIVES (De an.
et vita), dessen Psychologie die Beobachtung zur Grundlage hat. »Nulla
est res alicuius vel praestabilior cognitio, quam de anima, vel iucundior,
vel admirabilior« (1. e. praef.). - MICRAELIUS: »Psychologia
est doctrina de anima« (Lex. philos. p. 930).
Eine dualistische (s. d.) Psychologie begründet
DESCARTES, der zugleich das Physiologische stark heranzieht (Princ. philos.,
Pass. anim., De hom.) Den Identitätsstandpunkt nimmt SPINOZA ein (Eth.),
dessen Affectenlehre (s. d.) von Bedeutung ist. LEIBNIZ betont die Activität
des Geistes, führt den Begriff der Apperception (s. d.) und der »petites
perceptions« (s. d.) ein. In England tritt eine mehr empirische,
analytische Psychologie des inneren Sinnes (s. d.) auf, mit der sich teilweise
eine physiologische Betrachtungsweise verbindet. F. BACON (De dignit. IV,
3) eröffnet den Reigen, ihm folgen HOBBES (De hom.), besonders aber
LOCKE (s. Association), der die Empfindung (sensation) als ein Element
des Bewußtseins bestimmt (Ess. conc. hum. und.), BERKELEY (Princ.,
besond. auch Theor. of Vision), HUME, A. SMITH, HARTLEY (Observat.), der
»Vater der Associationspsychologie«, PRIESTLEY, ERASMUS DARWIN,
JAMES MILL u. a. - Eine analytische, teilweise stark physiologische Psychologie
tritt in Frankreich auf, wo der Sensualismus (s. d.) blüht: CONDILLAC
(Trait. des sensat.), LA METTRIE, HOLBACH, DIDEROT, während BONNET
die active Rolle der Aufmerksamkeit (s. d.) mehr würdigt. Er betont,
daß »la science de l'âme comme celle des corps, repose
également sur l'observation et l'expérience« (Ess.
analyt., préf. XXVI). Die Nervenfibern und deren Bewegungen betrachtet
er »comme des signes naturels des idées« (1. e. p. XXXII.
vgl. Ess. de psychol.). - Descriptiv (teilweise auch genetisch) und vermögenspsychologisch
ist die Psychologie der Schottischen Schule (s. d.), REID (Inquir.), DUGALD
STEWARD (Philos. of the active and mor. pow.), TH. BROWN (Lectur.), ferner
FERGUSON u.a.
Begründer der neueren Vermögenspsychologie
ist CHR. WOLF, welcher empirische und rationale Psychologie unterscheidet
(schon im Discurs. praelim. logicae, § 112). »Psychologia est
scientia eorum, quaeper animas humanas possibilia sunt« (Philos.
rational. § 58). »Psychologia empirica est scientia stabiliendi
principia per experientiam, unde ratio redditur eorum, quae in anima humana
fiunt« (Psychol. empir. § 1). »Principia suppeditat rationali«
(1. e. § 4). »Psychologia rationalis est scientia praedicatorum
eorum, quae per animam humanam possibilia sunt« (Psychol.rational.
§ 1). »In psychologia rationali reddenda est ratio eorum, quae
animae insunt aut inesse possunt« (1. e. § 4). Diese Unterscheidung
bei THÜMING, REUSCH u. a., während BAUMEISTER (Elem. philos.
recens. § 177) sie fallen läßt. BAUMGARTEN definiert: »Psychologia
est scientia praedicatorum animae generalium« (Met. § 501).
Und BILFINGER: »Est nobis... psychologia scientia de anima humana,
quatenus ea, quae per experientiam de illa cognovimus, ex conceptu aliquo
generali possunt legitime deduci et intelligi« (Dilucid. § 238).
Gegner Wolfs ist DE CROUSAZ (De mente humana, 1726). Vom Empirismus der
Engländer und Franzosen (BONNET u. a.) beeinflußt ist die (teilweise
popularisierende) Psychologie bei TETENS (s. Gefühl), MENDELSSOHN
(Briefe üb. d. Empf.), GARVE, EBERHARD, TIEDEMANN (Handb. d. Psychol.),
SULZER, MEINERS, CAMPE, FEDER, MORITZ (Magazin zur Erfahrungsseelenk.),
IRWING, G. F. MEIER: »Die Psychologie ist die Wissenschaft von den
Prädicaten der Seele, die sie mit anderen Seelen und Dingen gemein
hat« (Met. III, 7), VON CREUTZ, PLATNER (Neue Anthropol.), HEMSTERHUIS
(Sur les désirs 1770. Lettres sur l'homme 1772) u. a.
KANT läßt nur eine empirische, eine
Psychologie des innern Sinnes, gelten, und auch dieser spricht er den
exactwissenschaftlichen Charakter ab. »Die Metaphysik der denkenden
Natur heißt Psychologie« (Krit. d. r. Vern. H. 638). Die empirische
Psychologie aber gehört zur »angewandten Philosophie«,
ist aus der Metaphysik zu verbannen (l. c. S. 640). Aber auch von der exacten
Naturwissenschaft, schon »weil Mathematik auf die Phänomene
des innern Sinnes und ihre Gesetze nicht anwendbar ist..., denn die reine
innere Anschauung ist die Zeit, die nur eine Dimension hat«. »Aber
auch nicht einmal als systematische Zergliederungskunst oder Experimentallehre
kann sie der Chemie jemals nahe kommen, weil sich in ihr das Mannigfaltige
der innern Beobachtung nur durch bloße Gedankenteilung voneinander
absondern, nicht aber abgesondert aufbehalten und beliebig wiederum verknüpfen,
noch weniger aber ein anderes denkendes Subject sich unseren Versuchen
der Absicht angemessen von uns unterwerfen läßt, und selbst
die Beobachtung an sich schon den Zustand des beobachteten Gegenstandes
alteriert und verstellt. Sie kann daher niemals etwas mehr als eine historische,
und als solche, soviel möglich systematische Naturlehre des innern
Sinnes, d. i. eine Naturbeschreibung der Seele, aber nicht Seelenwissenschaft,
ja nicht einmal psychologische Experimentallehre werden« (Met. Anf.
d. Naturwiss., Vorr. S. X f.). »Die Psychologie ist für menschliche
Einsichten nichts mehr und kann auch nichts mehr werden, als Anthropologie,
d. i. als Kenntnis des Menschen, nur auf die Bedingung eingeschränkt,
sofern er sich als Gegenstand des innern Sinnes kennt« (Üb.
d. Fortschr. d. Met. III, S. 154. vgl. Üb. Philos. überh. S.
167). - Psychologien in diesem oder ähnlichem Sinne schrieben: CHR.
E. SCHMID, welcher definiert: »Unter Psychologie in weiterer Bedeutung...
wird eine philosophische Wissenschaft verstanden, worin alle Arten von
Erscheinungen und Begebenheiten des menschlichen Geistes gesammelt, verglichen
und philosophisch geordnet, d.h. auf Gesetze zurückgeführt werden.
Diese Erscheinungen werden sowohl an und für sich, als in ihrem regelmäßigen
Verhältnis zu den äußeren Phänomenen betrachtet«
(Empir. Psychol. S. 13 f.). Ferner ABEL (Einl. in d. Seelenlehre), HOFFBAUER,
L. REINHOLD, JACOB (Gr. d. empir. Psychol.), E. REINHOLD (Log. U. Psychol.),
MAASS, F. A. CARUS (Psychol.). FRIES, nach welchem die Psychologie (»psychische
Anthropologie«) »die Natur des menschlichen Geistes nach der
innern geistigen Selbsterkenntnis« untersucht (Psych. Anthropol.
§ 1). Ähnlich definiert G. E. SCHULZE (Psych. Anthropol.2, §
3). - Nach BIUNDE ist die empirische Psychologie »eine historische
oder beschreibende Darstellung der Erscheinungen unseres Innern oder unserer
innern zustände und Veränderungen«, eine »Geschichte
unserer inneren Zustände und Veränderungen« (Empir. Psychol.
I 1, 9. vgl. S. 11, 16 ff.). Die empirische Psychologie »soll die
psychischen Zustände in ihrem naturgemäßen Zusammenhange
darstellen, so wie sie sich einander bedingen, voraussetzen, veranlassen
und verursachen« (l. c. II, 60). Den Ansatz zu einer genetischen
Psychologie macht schon CHR. WEISS (Üb. d. Wes. u. Wirk. d. menschl.
Seele 1811).
Eine speculative, aus dem apriorisch bestimmten
Wesen des Geistes schöpfende Psychologie tritt in den Schulen Schellings
und Hegels u. a. auf. So bei SCHUBERT (Gesch. d. Seele. Lehrb. d. Menschen-
u. Seelenkunde S. 1 ff.), C. G. CARUS, der die genetische Methode bevorzugt
(Vorles. üb. Psychol. S. 21 ff.). Nach ESCHENMAYER ist die Psychologie
die Lehre von der empirischen und speculativen »Selbsterkenntnis«
(»empirische« und »reine« Psychologie). Sie ist
»die Elementarwissenschaft oder die Stammwurzel aller Philosophie«
(Psychol. S. 2). Auch H. STEFFENS gehört hierher, der aber auch schon
empirischer denkt (Üb. d. wissensch. Behandl. d. Psychol.): »Die
Psychologie als Erfahrungswissenschaft ist ein Teil der Naturwissenschaft
und muß schlechthin als eine solche behandelt werden« (l. c.
S. 192). Die Psychologie muß »einen gesetzlichen Urtypus aller
psychischen Entwicklung voraussetzen« (l. c. S. 194). Die genetische
Methode ist notwendig (l. c. S. 197. vgl. S. 214). Ferner: HEINROTH (Lehrb.
d. Anthropol.. Psychol. S. 4, 159), HILLEBRAND. Nach diesem enthält
die Anthropologie des Geistes die Psychologie, Pragmatologie (s. d.) und
Philosophie der Geschichte (Philos. d. Geist. I, S. V). Die Psychologie
ist die »Theorie des Geistes in seiner subjectiven gegebenen Daseinlichkeit«
(1. e. I, 84). Sie besteht aus der Metaphysik und der Physik der Seele
(ib.). Nach LICHTENFELS ist die psychische Anthropologie »die gesetzrnäßige
Darstellung der übersinnlichen Tätigkeit des Menschen als Bestimmungsgrundes
der intellectuellen und sinnlichen« (Gr. d. Psychol. S. 14). Ähnlich
ENNEMOSER (Der Geist d. Mensch. in d. Nat.), NÜSSLEIN (Gr. d. allg.
Psychol.). Vgl. MUSSMANN, Lehrb. d. Seelenwissensch.. F. FISCHER, Die Naturlehre
d. Seele. ESSER, Psychol.. AUTENRIETH, Ansicht. üb. Nat. u. Seelenleb..
SCHLEIERMACHER, Psychol. (WW. III, 15). J. J. WAGNER, Anthropol.. SCHEVE,
Vergleichende Psychol.. CHR. KRAUSE unterscheidet empirische und metaphysische
Psychologie (Vorles. üb. d. Syst. S. 79 f.. vgl. Vorles. üb.
d. psych. Anthropol.). Ähnlich LINDEMANN (Die Lehre vom Mensch.),
AHRENS (Cours de la psychol.), TIBERGHIEN (Psychol. 1862, 3. ed. 1872).
- HEGELS Psychologie ist constructiv (s. d.), betrachtet die seelischen
Vorgänge als Momente, Stufen der dialektischen Entwicklung des Geistes
(vgl. Encykl.. Phänomenol.). Als Desiderat wird eine »psychische
Physiologie« bezeichnet (Encykl. § 401). Im Geiste Hegels DAUB
(Anthropol.), MICHELET (Anthropol.), SCHALLER (Psychol. I), J. E. ERDMANN:
»Der Gegenstand der Psychologie ist der subjective Geist,«
die »dialektische Entwicklung des Begriffs des Geistes« (Grundr.
§ 1, § 5). K. ROSENKRANZ gliedert die Psychologie in Anthropologie,
Phänomenologie, Pneumatologie (Psychol.3, S. 42). - Vermögenspsychologien
mit teils speculativer, teils mehr empirischenalytischer Tendenz sind die
Arbeiten von: GALUPPI (Psicologia), nach welchem die Psychologie »scienza
delle facoltà dello spirito« ist (Elem. di filos. I, 141).
ROSMINI (Psicologia), V. COUSIN, nach welchem die Psychologie ist »l'êtude
de la pensée et de l'esprit qui en est le sujet« (Du vrai
p. 3), W. HAMILTON: nach welchem die Psychologie ist »the science
conversant about the phenomena, or modifications, or states of the mind,
or conscious-subject, or soul, or spirit, or self, or ego« (Lect.
VIII, p. 129). Die Psychologie zerfällt in Phänomenologie, Nomologie,
Ontologie oder Metaphysik. Vgl. ferner HICKOK, Rational Psychol. 1848.
Empir. Psychol. 1854. BAILEY, Letters on philos. of hum. mind. - In Frankreich
treten teils gegen den Sensualismus, teils gegen den Materialismus (vgl.
CABANIS, Trait.) auf: LAROMIGUIÈRE (Leçons), DESTUTT DE TRACY
(Elem. d'idéol.), MAINE DE BIRAN, ROYER-COLLARD, JOUFFROY: »La
psychologie est la science des faits de science« (Préf. zu
Dug. Stew. 1826), der die Selbständigkeit der Psychologie betont (vgl.
Mél. philos.3: »La psychologie est la science du principe
intelligent, de l'homme, du moi,« l. c. p. 191). Vgl. TAINE, De l'Intellig.
- COMTE bestreitet die Möglichkeit einer subjectiven, auf innerer
Beobachtung (s.d.) fußenden Psychologie (Cours de philos. pos. I2,
p. 30 f.).
Gegen die Vermögenspsychologie wendet
sich HERBART mit seiner metaphysisch fundierten, intellectualistischen,
die Seele (s. d.) als einfaches, sich selbst erhaltendes Wesen auffassenden
Psychologie, auf die er Mathematik anwendet (Statik und Mechanik der Vorstellungen,
s. d.). Die Psychologie geht aus der allgemeinen Metaphysik hervor (Lehr.
zur Einl.5, S. 67. Lehrb. zur Psychol. S. 1). Sie überschreitet, als
»Ergänzung der innerlich wahrgenommenen Tatsachen«, notwendig
die Erfahrung (Psychol. als Wiss. I, § 11, 14). »Die Psychologie
hat einige Ähnlichkeit mit der Physiologie: wie diese den Leib aus
Fibern, so construiert sie den Geist aus Vorstellungsreihen« (l.
c. S. 180). Sie ist »die Lehre von den innern Zuständen einfacher
Wesen« (Encykl. S. 240). Ähnlich lehren: STIEDENROTH (Psychol.),
SCHILLING (Lehrb. d. Psychol.), nach welchem die Psychologie »das
geistige Leben nach seiner Beschaffenheit und Gesetzmäßigkeit
und nach seinen Gründen« zu erforschen hat (l. c. S. 3). DROBISCH
(Empir. Psychol.), WAITZ, nach welchem die Aufgabe der Psychologie besteht
in der »Darstellung des notwendigen Entwicklungsganges, den die Weltansicht
des natürlichen Menschen nimmt und nehmen muß« (Psychol.
S. 12). VOLKMANN. nach ihm ist die Psychologie »jene Wissenschaft,
welche sich die Aufgabe stellt, die allgemeinen Klassen der psychischen
Phänomene aus den empirisch gegebenen Vorstellungen und dem speculativen
Begriffe der Vorstellung nach den allgemeinen Gesetzen des Vorstellungslebens
zu erklären« (Lehrb. d. Psychol. I4, 33). DRBAL (Empir. Psychol.),
LINDNER (Empir. Psychol.) u. a. - Hier sind auch STEINTHAL (Einleit. in
d. Psychol.) und LAZARUS (Leb. d. Seel. I2, S. VI ff.), die Begründer
der Völkerpsychologie (s. d., vgl. A. BASTIANS Schriften) zu nennen.
An Stelle der Seelenvermögen setzt BENEKE die »Angelegtheiten«
(s. d.) und »Grundprocesse« (s. Proceß). Die Psychologie
ist »ganz nach der Methode der übrigen Naturwissenschaften zu
behandeln« (Lehrb. d. Psychol.3, § 12). »Gegenstand der
Psychologie ist alles, was wir durch die innere Wahrnehmung und Empfindung
auffassen« (l. c. § 1). Noch halbspeculativ sind die Psychologien
von L. GEORGE (Lehrb. d. Psychol.), ULRICI (Leib u. Seele), FORTLAGE (Syst.
d. Psychol.), J. H. FICHTE (Anthropol., Psychol.). die Psychologie besteht
»in der durchgeführten, bis auf den Grund des eigenen Wesens
vordringenden ›Selbsterkenntnis‹ des Geistes« (Psychol. I, 714).
E. v. HARTMANN, der seine Psychologie auf das Unbewußte (s. d.) gründet.
»Wissenschaft wird die Psychologie erst dann, wenn sie zur Feststellung
gesetzmäßiger Zusammenhänge fortschreitet, also über
die Erfahrung zu Hypothesen fortschreitet, durch welche die Erfahrung erklärt
wird. Hier läßt die Beschreibung völlig im Stich. denn
Zusammenhänge werden niemals erfahren, sondern immer nur durch Ausdeutung
des Erfahrenen hinzugedacht. Erlebt u erden allerdings diese Zusammenhänge,
aber nur unbewußt indem die eigene unbewußt psychische Tätigkeit
es ist, die sie unbewußt setzt« (Mod. Psychol. S. 23). Die
Psychologie ist diejenige Wissenschaft, »welche die gesetzmäßige
Abhängigkeit der bewußt psychischen Phänomene von dem jenseits
des Bewußtseins Belegenen untersucht« (l. c. S. 25). »Die
Psychologie ist wesentlich die Wissenschaft, welche die Ursachen und Gesetze
für die Entstehung des Bewußtseins nach Form und Inhalt und
für die Veränderungen des Bewußtseinsinhalts aufsucht«
(l. c. S. 30. vgl. S. 453 ff.). - In anderer Weise, empirischer, betont
das Unbewußte (s. d) LIPPS, nach welchem die Psychologie »die
Wissenschaft von dem Getriebe des seelischen Lebens überhaupt, seinen
Elementen und allgemeinen Gesetzen« ist (Grundtats. d. Seelenleb.
S. 4).
An die Traditionen des 18. Jahrhunderts knüpft
die Associationspsychologie (s. d.) von BAIN u. a. an. Sie tritt teilweise
in physiologischer, biologischer Form auf, ist teilweise auch genetisch.
- Nach J. ST. MILL: ist die Aufgabe der Psychologie die Untersuchung des
Zusammenhanges des Bewußtseins (Log. I, 6, C. 4, § 3), ihr Gegenstand
sind die Uniformitäten der Successionen der Bewußtseinsvorgänge
(l. c. I, 4, C. 1, § 3 ff). Nach LEWES ist die Psychologie »the
science of the facts of sentience« (Probl. III, 7). »Psychology
is the analysis and classification of the sentient functions and faculties,
revealed to observation and induction, completed by the reduction of them
to their conditions of existence, biological and sociological« (l.
c. III, 6. vgl. p. 9 ff.). Die Psychologie ist »the science of psychical
phenomena« (l. c. I, p. 109). Der sociale Factor der Psychologie
ist zu berücksichtigen (l. c. III, 71 ff.. I, 152 ff.). Die genetische
Methode betont H. SPENCER (Psychol. I, § 129). Er unterscheidet objective
(biologische, physiologische) und subjective Psychologie (l. c. I, §
56). Das Physiologische, Motorische berücksichtigt stark RIBOT. Nach
ihm ist die Psychologie eine selbständige Wissenschaft (Psychol. Angl.2,
p. 22 f.). Sie hat zum Object nur »les phénomènes,
leurs lois et leurs causes immédiates«, nicht die Seele (l.
c. p. 34. vgl. schon A. LANGE: »Psychologie ohne Seele«, Gesch.
d. Material. S. 465). Die »psychologie descriptive« ist »l'étude
des phénomenes de conscience... considérés sous leurs
aspects les plus generaux« (l. c. p. 42). Associationist war früher
MÜNSTERBERG (vgl. Beitr. zur exper. Psychol. H. I, S. 17 ff.), der
die Abhängigkeit des Psychischen (s. d.) vom Physischen betont (s.unten).
Associationistisch und physiologisch ist die Psychologie von ZIEHEN (Leitfad.
d. phys. Psychol.). - E. HAECKEL betrachtet die Psychologie als Teil der
Physiologie (Der Monism. S. 22). Physiologisch ist die Psychologie von
MAUDSLEY, auch die von SERGI: »La psychologie s'occupe des phénomènes
organiques, qui ont pour caractère prédominant la conscience
de la fonction, lesquels phénomènes se produisent dans les
centres de relation, et en même temps des antecédents immédiats
des mêmes phénomènes conscients« (Psychol. p.
12), teilweise auch von R. ARDIGÒ (Psicologia3, 1882. Unità
della conscienza, 1898). Über die »Abhängigkeits«-Psychologie
s. unten.
Als Vorstufen der modernen experimentellen Psychologie
sind die Arbeiten von J. MÜLLER, E. H. WEBER (Tastsinn u. Gemeingef.).
Einführung des psychol. Experiments), DONDERS, DU BOIS-REYMOND, PREYER,
HERING u. a. zu betrachten. Auch LOTZE (Med. Psychol.) ist hier zu nennen.
Die Psychologie fragt nach ihm: »Unter welchen Bedingungen und durch
welche Kräfte entstehen die einzelnen Vorgänge des geistigen
Lebens, wie verbinden und modificieren sie sich untereinander und wie bringen
sie durch dies Zusammenwirken das Ganze des geistigen Lebens zustande«
(Gr. d. Psychol. S. 5 f.. vgl. Klein. Schrift. II. 203 f.. Met. VI, 17,
477). Physiologisch ist teilweise auch die Psychologie von HORWICZ (Psychol.
Anal.), der das Gefühl (s. d.) zum psychischen Element macht (so auch
TH. ZIEGLER). Begründer der Psychophysik (s. d.) ist FECHNER. Die
experimentelle reine Psychologie (nicht bloß als Psychophysik) begründet
systematisch WUNDT (s. unten). Vgl. die Werke von A. BINET (Introduct.
à la psychol. expérim. 1894), TITCHENER (Experim. Psychol.
1900), SCRIPTURE (The new Psychol. 1897), SANFORD (Course in exper. Psychol.
1894), LADD (Elem. of physiol. Psychol.
1890), W. JAMES (Principl. of Psychol. 1891: Gegner der Associationspsychologie),
CATTELL, RICHET (Essai de psychol. générale), MOSSO, CESCA,
G. VILLA, MÜNSTERBERG, KÜLPE, MEUMANN, ERBINGHAUS, STUMPF, SCHUMANN,
L. W. STERN, G. MARTIUS (Üb. d. Ziele u. Ergebn. d. experim. Psychol.
1888), KRAEPELIN u. a. (vgl. Philos. Stud. I ff.).
Als Gegenstand der Psychologie bezeichnen
viele die innere Erfahrung bezw. die Bewußtseinsvorgänge als
solche. So HAGEMANN, nach welchem die Psychologie die »Wissenschaft
von den allgemeinen bewußten Seelenäußerungen« ist
(Psychol.3, S. 2, Erklärung aus dem »Seelenwesen als Realprincip«.
vgl. die Psychologien von ROTHENFLUE, TONGIORGI, SANSEVERINO, GRATRY, UBAGH,
W. KAUTLICH, Handbuch der Psychol. 1870, GUTBERI.ET, Kampf um d. Seele,
u. a.). GLOGAU: Psychologie ist »die Lehre vom subjectiven Geiste«
(Gr. d. Psychol. S. 16). H. SPITTA: Psychologie ist »Phänomenologie
des Bewußtseinss« (Die psychol. Forsch. S. 8, vgl. S. 20).
WITTE (Wes. d. Seele), der gegen die »Psychologie ohne Seele«
ist (l. c. S. 1 ff.). O. LIEBMANN (Psychol. Aphor., Zeitschr. f. Philos.
Bd. 101, S. l ff.). B. ERDMANN: Aufgabe der Psychologie ist, »den
gesetzmäßigen Zusammenhang der Bewußtseinsvorgänge
untereinander, sowie mit den unbewußten und den ihnen correlaten
Bewegungsvorgängen in unserem Organismus zu untersuchen« (Log.
I, 18). SCHUPPE: nach ihm ist die Psychologie die Wissenschaft vom individuellen
Subject im Unterschiede von der Lehre vom »Bewußtsein überhaupt«
(Zeitschr. f. imman. Philos. I, 37 ff., 50, 64 f.). SCHUBERT-SOLDERN: Die
Psychologie berücksichtigt »die subjectiven Beziehungen innerhalb
der Bewußtseinswelt allein« (Gr. ein. Erk. S. 45), ist »die
Lehre von der Reproduction als Grundlage und Bedingung der Welt der Wahrnehmung«
(I. c. S. 340). REHMKE: die Psychologie hat die Aufgabe, »die Gesetzmäßigkeit
der Veränderungen, welche man das Seelenleben nennt, klar zu begreifen«
(Allgem. Psychol. S. 10). das Seelenleben ist nicht anschaulich gegeben,
während das Gebiet der Naturwissenschaft das anschaulich Gegebene
ist (l. c. S. 11). Auch H. CORNELIUS (wie schon LIPPS) lehrt eine reine
(nicht physiologische) empirische Psychologie (Psychol. S. III), als »Wissenschaft
von den Tatsachen des geistigen Lebens oder den psychischen Tatsachen«
(l. c. S. 1). Die Psychologie hat diese Tatsachen »vollständig
und in der einfachsten Weise zu beschreiben« (l. c. S. 5). Der psychologische
Atomismus (s. d.) ist abzulehnen. - Eine (auf innerer Wahrnehmung fußende)
beschreibende, descriptive Psychologie, unabhängig von der Physiologie,
lehrt schon F. BRENTANO (Psychol. I, 23, 84). vgl. die Arbeiten von MARTY,
MEINONG, HÖFLER (Psychol.). So auch (in anderer Weise) DILTHEY (Einl.
in d. Geisteswiss. I, 40 f.. Ideen üb. eine besehreib. u.zergliedernde
Psychol. 1894, S. 23, 55). die Psychologie beschreibt hypothesenfrei die
Gleichförmigkeiten in der Abfolge der seelischen Structur (l. c. S.
84. vgl. Sitzungsberichte d. K. Preuß. Akad. 1896, XIII. dagegen
EBBINGHAUS, Zeitschr. f. Psychol. 9. Bd., 179 ff.). - Nach R. WÄHLE
ist die Psychologie rein beschreibend, sie erklärt nur, soweit sie
den psychischen Erscheinungen physiologische Vorgänge coordinieren
kann (Gehirn u. Bewußts. 1884. Zeitschr. f. Psych. Bd. 1, 312, u.
Bd. 16. s. unten MÜNSTERBERG). »Die Aufgabe der allgemeine philosophischen
Psychologie ist einfach die, den phänomenalen Bestand an Ereignissen...
zu ermitteln, für welche die Psychologie die Gesetze der Entstehung,
Succession und Ursachen eruieren soll« (Das Ganze d. Philos. S. 157
f.). Es kann nur eine Aggregat-Psychologie geben, »nach welcher nur
Qualitäten, Farben, Leibesempfindungen, Erinnerungsbilder etc. und
Qualitätenreihen existieren« (l. c. S. 165 ff.). »Unser
ganzes psychisches Leben ist nur ein Mosaik« (l. c. S. 171). Das
geistige Leben ist nur eine »Folge von Vorstellungen« (l. c.
S. 427).
Nach P. NATORP hat die Psychologie die Aufgabe,
»die Zurückleitung der bis zu einem gewissen Punkte durchgeführten
Construction des Gegenstandes bis auf die letzten erreichbaren subjectiven
Quellen im unmittelbaren Bewußtsein, von denen sie ausgegangen war,
gleichsam durch Umkehrung jenes ganzen Processes der Objectivierung«
(Arch. f. system. Philos. VI, 221). Sie reconstruiert aus den Objecten
die ursprüngliche subjective Erscheinung (Einl.in d. Psychol. S. 94
ff., 120). Nach H. COHEN entwirft die Psychologie »die Beschreibung
des Bewußtseins aus seinen Elementen«. »Diese Elemente
müssen daher hypothetische sein und bleiben, dieweil dasjenige, womit
in Wahrheit das Bewußtsein beginnt und worin es entspringt, kein
mit Bewußtsein Operierender auszugraben und festzustellen vermag«
(Log. S. 5). Die Psychologie hat zum Gegenstand die »Einheit des
Bewußtseins« (l. c. S. 16), das Subject (ib.), ihr Wert liegt
im »Problem der Einheit des Culturbewußtseins, welches sie
allein im Gesamtgebiet der Philosophie zu verwalten hat«. Sie gehört
zum System der Philosophie (l. c. S. 16). Nach HUSSERL, hat die Psychologie,
descriptiv, »die Ich-Erlebnisse (oder Bewußtseinsinhalte) nach
ihren wesentlichen Arten und Complexionsformen zu studieren, um dann -
genetisch - ihr Entstehen und Vergehen, die causalen Formen und Gesetze
ihrer Bildung oder Umbildung aufzusuchen« (Log. Unt. II, 336).
Nach STÖRRING ist die Psychologie die »Wissenschaft
von den Bewußtseinsvorgängen« (Psychopathol. S. 2). Gegen
die »Psychologie ohne Seele« und den Associationismus ist L.
BUSSE (Geist u. Körp. S. 337, 347). - Vermittelnd lehrt HÖFFDING.
Psychologie ist »die Lehre von der Seele« (Psychol. S. 1),
d.h. hier vom Inbegriffe aller innern Erfahrungen (l. c. S. 15). Die subjective
muß durch die objective (physiologische und sociologische) Psychologie
ergänzt werden (l. c. S. 31). Den Elementen der Psyche geht der »Totalitätszusammenhang«,
die Synthese, voran (Philos. Probl. S. 1). Die Psychologie ist selbständige
Wissenschaft (l. c. S. 19. vgl. S. 21). »Die Aufgabe der Psychologie
wird deshalb die, möglichst weit den Zusammenhang und die Verbindung
der einzelnen Elemente nachzuweisen, so daß die Totalität durch
die Teile und die Teile durch ihre Beziehung zur Totalität verständlicht
werden« (l. c. S. 22). Das führt zu einer Antinomie, die das
psychologische Problem nicht endgültig lösen läßt
(ib.). Nach JODL ist die Psychologie »die Wissenschaft von den Formen
und Naturgesetzen des normalen Verlaufs der Bewußtseinserscheinungen,
welche im menschlich-tierischen Organismus mit den Vorgängen des Lebens
und der Anpassung des Organismus an die ihn umgebenden Medien verbunden
sind, und deren Gesamtheit wir als seelische (psychische) Functionen oder
Processe bezeichnen« (Lehrb. d. Psychol. S. 5). Biologisch ist auch
die Psychologie von W. JERUSALEM. »Psychologie ist die Wissenschaft
von den Gesetzen des Seelenlebens« (Lehrb. d. Psychol.3, S. 1). Die
nächste Aufgabe der Psychologie besteht darin, »die Vorgänge
im Seelenleben so zu beschreiben, daß die darin enthaltenen Elementarvorgänge
und ihre wechselseitigen Beziehungen klar hervortreten« (l. c. S.
3). Die analytische geht in die genetische Betrachtungsweise über.
Mit dieser hängt die biologische Auffassung zusammen, welche die Wichtigkeit
der psychischen Phänomene für die Erhaltung des Lebens berücksichtigt
(l. c. S. 3 f.). Die Psychologie »berührt sich in ihrer Methode
und in einem Teile ihrer Aufgabe mit den Naturwissenschaften, bildet aber
durch ihren Gegenstand die Grundlage aller Geisteswissenschaften«
(l. c. S. 5. vgl. Urteilsfunct. S. 13, 19).
»Biomechanisch« ist teilweise
die Methode der Psychologie des psychophysischen Materialismus (s. d.).
Nach R. AVENARIUS ist Gegenstand der Psychologie nicht ein besonderes »Psychisches«
(s. d.), nicht eine eigene Art Erfahrung (Vierteljahrsschr. f. wissensch.
Philos. 19. Bd., S. 1). Aufgabe der Psychologie ist »die Betrachtung
der ›Erfahrungen‹ unter dem besondern Gesichtspunkt ihrer Abhängigkeit
vom Individuum (vom System C, s. d.)« (l. c. S. 16). Ähnlich
R. WILLY, CARSTANJEN, C. HAUPTMANN, J. PETZOLD (Einführ. in d. Philos.
d. reinen Erfahr. I), (Met. in d. mod. Physiol. S. 317), W. HEINRICH (Mod.
physiol. Psychol.), R. GOLDSCHEID (Eth. d. Gesamtwill. I, 18, 20), auch
E. MACH (Analys. d. Empfind.4, S. 3 ff.), nach welchem sich Physiologie
und Psychologie nur durch die Untersuchungsrichtung unterscheiden (l. c.
S. 14). -- Nach EBBINGHAUS behandeln Psychologie und Physik denselben Inhalt
von verschiedenen Gesichtspunkten (Gr. d. Psychol. I, 1 ff., 7). Die Psychologie
»behandelt diejenigen Gebilde, Vorgänge, Beziehungen der Welt,
deren Eigenart wesentlich bedingt ist durch die Beschaffenheit und die
Functionen eines Organismus, eines organisierten Individuums. Und nebenbei
ist sie zugleich auch eine Wissenschaft von den Eigentümlichkeiten
eines Individuums, die für seine Art, die Welt zu erleben, wesentlich
maßgebend sind« (l. c. S. 7). Psychologie ist »die Lehre
von den Dingen der Innenwelt« (l. c. S. 8). Nach O. KÜLPE ist
die Psychologie eine »Wissenschaft von den Erlebnissen in deren Abhängigkeit
von erlebenden Individuen« (Gr. d. Psychol. S. 3), die »Wissenschaft
vom Subjectiven« (Einleit. in d. Philos.2, S. 66). »Gegenstand
der Psychologie ist dasjenige in und an der vollen Erfahrung eines Individuums,
das von ihm selbst abhängig ist« (l. c. S. 66). - Nach MÜNSTERBERG
ist die Aufgabe der Psychologie, »die Gesamtheit der Bewußtseinsinhalte
in ihre Elemente zu zerlegen, die Verbindungsgesetze und einzelnen Verbindungen
dieser Elemente festzustellen und für jeden elementaren psychischen
Inhalt empirisch die begleitende physiologische Erregung aufzusuchen, um
aus der causal physiologischen. Coëxistenz und Succession jener physiologischen
Erregungen die rein psychologisch nicht erklärbaren Verbindungsgesetze
und Verbindungen der einzelnen psychischen Inhalte mittelbar zu erklären«
(Üb. Aufgab. u. Methode d. Psychol. 1891, S. 12,. so auch Grdz. d.
Psychol. I). Schon H. RICKERT betont, die Psychologie müsse, wie die
Naturwissenschaft, die anschauliche Mannigfaltigkeit der Wirklichkeit,
hier der geistigen, begrifflich überwinden (Grenz. d. naturwiss. Begriffsbild.
I, 183 ff.). So lehrt auch MÜNSTERBERG, das Psychische (s. d.) sei
nur ein abstractes Gebilde, nicht das Geistige, nicht das stellungnehmende
Subject. Der Gegenstand der Psychologie ist ein Abstractionsproduct wie
der der Naturwissenschaft, er ist losgelöst vom Subject (Grdz. d.
Psychol. I, 57). Die Psychologie gehört zu den »objectivierenden«
Wissenschaften, während die Geisteswissenschaften »subjectivierend«
sind (l. c. S. 62). Die psychischen Objecte »sind lediglich für
den Begriff und niemals für das wirkliche Erlebnis gegeben«
(l. c. S. 391). »Der Gegenstand der Psychologie gewann logisch seine
Existenz dadurch, daß die Wirklichkeit objectiviert wurde, die Bewertungsobjecte
des actuellen Ich vom. Subject also losgelöst und die Actualität
selbst in erfahrbare Vorgänge umgesetzt wurde. innerhalb dieser objectivierten
Welt sondern sich Naturwissenschaft und Psychologie derart, daß die
letztere es nur mit den Objecten zu tun hat, welche lediglich für
einen Subjectact bestehen« (l. c. S. 202). Psychische Objecte stehen
in keinem directen Causalzusammenhang (l. c. S. 384). »Die Einheit
des geistigen Lebens ist... gar nicht ein Zusammenhang psychologischer
Objecte, sondern ein Zusammenhang von Tatsachen, aus denen psychologische
Objecte abgeleitet werden können« (l. c. S. 382 f.. vgl. Psychol.
and Life 1899). Münsterberg lehrt eine zwischen Associations- und
Apperceptionspsychologie vermittelnde »Actionstheorie« (s.
d.). L. W. STERN betont: »Psychologie ist analysierende und isolierende
Betrachtung seelischer Phänomene, und dadurch steht sie in einem innern
Widerstreite zu allen Gebieten, für welche seelisches Dasein als individuelles
Ganzes, d.h. in der Form der Persönlichkeit, von Bedeutung ist«
(Psychol. d. Aussage H. 1, S. 15). - Gegen die Trennung des Psychologischen
vom Geisteswissenschaftlichen sind HÖFFDING (Philos. Probl. S. 13),
G. VILLA, Monist 1902), EISLER (Zeitschr. f. Philos. Bd. 122, S. 80 ff.)
u. a.
Eine voluntaristische (s. d.) »Apperceptionspsychologie«
(s. d.) lehrt WUNDT, für den die Psychologie die der Naturwissenschaft
coordinierte Wissenschaft der unmittelbaren Erfahrung ist. »Das unmittelbar
Wahrgenommene, wie es abgesehen von seiner Beziehung auf ein gegenüberstehendes
Object uns gegeben ist, bildet den Inhalt der Psychologie« (Syst.
d. Philos.2, S. 277). Die Psychologie »untersucht den gesamten Inhalt
der Erfahrung in seinen Beziehungen zum Subject und in den ihm von diesem
unmittelbar beigelegten Eigenschaften«. Sie nimmt den Standpunkt
der »unmittelbaren Erfahrung« ein (Gr. d. Psychol.5, S. 3,
vgl. S. 5). Die Erkenntnisweise der Psychologie ist eine »unmittelbare
oder anschauliche«, das »Concret-Wirkliche« erfassende.
Da die Psychologie sich der »Abstractionen und hypothetischen Hülfsbegriffe
der Naturwissenschaft« enthält, so ist sie die »strenger
empirische Wissenschaft« (l. c. S. 6). Ist sie doch die »Wissenschaft
der unmittelbaren Erfahrung«. diese anerkennt nicht eine reale Verschiedenheit
innerer und äußerer Erfahrung, sieht den Unterschied »nur
in der Verschiedenheit der Gesichtspunkte« (l. c. S. 10). Die Psychologie
führt die psychischen Vorgänge auf Begriffe zurück, die
dem Zusammenhang dieser Vorgänge direct entnommen sind,oder sie leitet
zusammengesetzte Vorgänge aus einfacheren ab (Grdz. d. physiol. Psychol.
II4, 639). Die Teilinhalte, welche die psychologische Analyse isoliert,
verlieren ihre Realität nicht, wenn sie auch in Wirklichkeit nur als
Verbindungselemente, nicht selbständig vorkommen (Log. II2, 2, 60
f., 166 ff.). Die Herstellung des seelischen Zusammenhanges ist übrigens
die Hauptaufgabe der Psychologie (l. c. II2, 2, 197 f. Philos. Stud. X,
120. XII, 28). Ziel der psychologischen Analyse ist die Auffindung aller
einfachen Qualitäten sowie deren Darstellung in der Form einer geordneten
Mannigfaltigkeit (Log. II2, 2, 200. Philos. Stud. II, 299 ff.). Die Physiologie
ist nur eine Hülfswissenschaft der Psychologie (Gr. d. Psychol.5,
S. 13). Die »physiologische Psychologie« ist eine »Übergangsdisciplin«,
die wesentlich mit der experimentellen Psychologie (s. Psychologische Methoden)
eins ist (l. c. S. 31). Die allgemeine Psychologie gliedert sich in: 1)
(experimentelle) Individualpsychologie (nebst Tier-, Kinderpsychologie,
Charakterologie, e. d.), welche die typischen Vorgänge des individuellen
Bewußtseins untersucht. 2) Völkerpsychologie (s.d.) (l. c. S.
11, 29 f.. Philos. Stud. XII, 21). Die Psychologie hat drei Sonderaufgaben.
»Die erste besteht in der Analyse der zusammengesetzten Vorgänge,
die zweite in der Nachweisung der Verbindungen, welche die durch diese
Analyse aufgefundenen Elemente miteinander eingehen, die dritte in der
Erforschung der Gesetze, die bei der Entstehung solcher Verbindungen wirksam
sind« (Gr. d. Psychol.5, S. 32). Zu den. anderen Wissenschaften hat
die Psychologie eine dreifache Stellung: 1) »Als Wissenschaft der
unmittelbaren Erfahrung ist sie gegenüber den Naturwissenschaften,
die infolge der bei ihnen obwaltenden Abstraction von dem Subject überall
nur den objectiven, mittelbaren Erfahrungsinhalt zum Gegenstande. haben,
die ergänzende Erfahrungswissenschaft.« 2) »Als
Wissenschaft von den allgemeingültigen Formen unmittelbarer menschlicher
Erfahrung und ihrer gesetzmäßigen Verknüpfung ist sie die
Grundlage der Geisteswissenschaften.« 3) »Da die Psychologie
die beiden en fundamentalen Bedingungen, die dem theoretischen Erkennen
wie dem praktischen Handeln zugrunde liegen, die subjectiven und die objectiven,
gleichmäßig berücksichtigt und in ihrem Wechselverhältnis
zu bestimmen sucht, so ist sie unter allen empirischen Disciplinen diejenige,
deren Ergebnisse zunächst der Untersuchung der allgemeinen Probleme
der Erkenntnistheorie wie der Ethik, der beiden grundlegenden Gebiete der
Philosophie, zustatten kommen« So ist sie »gegenüber der
Philosophie die vorbereitende empirische Wissenschaft« (l. c. S.
19 f.). Ähnlich G. VILLA (Einleit. in d. Psychol.), HELLPACH (Grenzwiss.
d. Psychol.) u. a.
Voluntaristisch (s. d.) ist auch die Psychologie
von A. FOUILLÉE (Psychol. des idées-forces). - Einen gemäßigten
Standpunkt vertreten die Psychologien von JANET (Princ, de met. et psychol.
I, 132 ff.), RABIER (Psychol. p. 21 ff.), P. CARUS (The Soul of Man 1891).
Nach J. DEWEY ist die Psychologie »the science of the reproduction
of some universal content or existence, whether of knowledge or action,
in the form of individual... consciousness« (Psychol. p. 6). Nach
J. WARD hat die Psychologie den »individual mind« zum Object
(Encycl. Britan. XX, 38). Nach STOUT ist die Psychologie »the positive
science of mental process« (Anal. Psychol. I, 1). Nach SULLY
ist sie »die Wissenschaft welche auf eine genaue und systematische
Beschreibung der verschiedenen Vorgänge oder functionellen Betätigungen
unseres Geistes abzielt« (Handb. d. Psychol. S. 12). Sie ist von
der Naturwissenschaft durch den Stoff geschieden (l. c. S. 12 f.. vgl.
Hum. Mind C. 1 f.. Outlin. of Psychol. C. 1). Nach BALDWIN ist die Psychologie
»the science of the phenomena of consciousness« (Handb. of
Psychol. I2, C. 1, p. 8). Vgl. CH. A. MERCIER, Psychology normal and morbid
1901, ferner die (genetischen) Arbeiten von ROMANES, BALDWIN, GALTON, CH.
DARWIN (Ausdruck der Gemütsbeweg.), HUXLEY u. a. Vgl. ferner die Schriften
von MORELL (Elem. of Psychol.), MURPHY, HACK-TUKE (Geist u. Körper
1888), TAINE, GARNIER (Trait. des facult.), LELUT (Physiol. da la pensée.,
1862), BOUILLIÉE, WADDINGTON, DURAND DE GROS, PAULHAN, DUMONT, CH.
FÉRÉ, DELBOEUF, FLOURNOY (Met. et Psychol. 1890), TH. REIN,
A. LEHMANN, C. LANGE, KROMAN, VIGNOLA, MORSELLI, MASCI, BONATELLI, FERRI,
LOMBROSO, N. J. GROT, BÊLKIN, OCHOROWICZ u. a. Vgl. KLENKE, Syst.
d. organ. Psychol. 1842. REICHLIN-MELDEGG, Psychol. d. Mensch. 1837/38.
HAGEN, Psychol. Unters. 1847. JESSEN, Vers. einer wissensch. Begründ.
d. Psychol. 1855. RÖSE, Die Psychol. 1856. LEWISCH, Psychol. 1865.
J. MOHR, Grundlage d. empir. Psychol. 1882. STRÜMPELL, Grundr. d.
Psychol. 1884. BALLAUF, Grundlehr. d. Psychol. 1890, u. a. (KIRCHNER, HARTSEN,
STOY, OSTERMANN, HESS, DITTES u. a.). vgl. auch FR. SCHULTZE, Vergleich.
Psychol.
Von psychologischen Zeitschriften sind zu
nennen: »Philosophische Studien«, herausgegeben von Wundt,
1883 ff.. »Zeitschr. für Psychol. u. Physiol. der Sinnesorgane«
1890 ff.. »L'année psychologique« (vgl. auch »Revue
philosophique« 1878 ff.). »American journal of psychology«
1887 ff.. »Psychological Review« 1894 ff., »Mind«
u. a. Psychologische Laboratorien in Leipzig, Göttingen, Heidelberg,
Freiburg i. B., Berlin, München, Graz, Paris, Amerika u. a.
Zur Geschichte der Psychologie vgl.: F. A. CARUS,
Gesch. d. Psychol. 1808. A. STÖCKL, Die speculat. Lehre vom Mensch.
u. ihre Geschichte 1858. F. HARMS, Psychol. 1877. H. SIEBECK, Gesch. d.
Psychol. I, 1 u. 2, 1880/84. B. SOMMER, Gesch. d. deutsch. Psychol 1892.
DESSOIR, Gesch. d. neuern deutschen Psychol. I2, 1902. E. v. HARTMANN,
Die moderne Psychologie, 1901. - Vgl. Seele, Seelenvermögen, Bewußtsein,
Psychisch, Psychologische Methoden, Psychologismus, Wahrnehmung (innere),
Voluntarismus, Intellectualismus, Association, Apperception, Empfindung,
Gefühl, Affect, Leidenschaft, Vorstellung, Wille, Phantasie, Reproduction,
Gedächtnis, Sinne, Trieb, Instinct, Evolution, Sociologie u.s.w."
Allgemeine
und wissenschaftliche Lexika
Historische Allgemeine
Lexika
Für das Verständnis älterer Werke und die Entwicklung
sind auch ältere Werke von besonderem Interesse.

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